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Soziale Infrastruktur für Bornstedt

Dass in Bornstedt ein großer Nachholbedarf bei der sozialen Infrastruktur besteht, sowohl an Kitas, Jugendfreizeiteinrichtungen als auch Bürgertreff oder Nachbarschaftszentrum, ist für uns alle, die wir hier wohnen, keine Neuigkeit. Nach Jahren des Stillhaltens greifen nun Stadt und Entwicklungsträger dieses Thema auf. In der 76. öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr  wurde die Vorlage 18/SVV/0735 Konkretisierung der Ziele für den Entwicklungsbereich Bornstedter Feld diskutiert, die zuvor von der SVV in die Ausschüsse verwiesen wurde. Christian Spitz von der Stadtteilinitiative Bornstedt (SIB) war anwesend und legt in einem kurzen Redebeitrag dar, was uns mit Blick auf die Ausführungen in der Beschlussvorlage 18/SVV/0735 und die weitere Planung sozialer Infrastruktureinrichtungen in Bornstedt wichtig ist:

Wir plädieren für eine Abkehr von „isolierten“ Planungen der sozialen Infrastruktureinrichtungen für das Entwicklungsgebiet, und stattdessen für die Berücksichtigung der Bedarfe des gesamten Stadtteils Bornstedt bei allen Planungen der LHP, da die geographische Ausdehnung Bornstedts über das EWTB hinausgeht, und Einrichtungen für alle Bornstedter*innen geschaffen werden sollten. In Bezug auf die derzeitigen Standortplanungen – wie in der Vorlage 18/SVV/0735 beschrieben – fordern wir:

  • Randlagen vermeiden, d.h. entweder aufgrund der spezifischen Struktur Bornstedts mit mehreren Zentren weitere Standorte einplanen, oder aber einen Standort in zentraler Lage
  • eine ausreichende Kapazität einplanen, die sich an der prognostierten Einwohnerzahl des gesamten Stadtteils ( (EWTB, Bornstedt Neubaugebiet und Altbornstedt) orientiert.
  • Einen Bürgertreff/ Nachbarschaftszentrum als eigenständigen Ort schaffen.

Diese Anregungen wurden in der nachfolgenden Diskussion z.T aufgenommen, die SPD beantragte „Es ist zu prüfen, ob der Bürgertreff/die Kita in die David-Gilly-Straße verlegt werden kann“ (vgl. hierzu Protokoll der 76. Sitzung am 11.12), was unseren Vorstellungen von einem zentralen Ort entspricht. Ob es dazu kommt, wird sich in der Sitzung der SVV am 22.1.2019 zeigen, wenn die erneute Behandlung der Vorlage 18/SVV/0735 auf der Tagesordnung steht.


Bericht vom Stadtteil-Treffen am 9. Januar

Das von uns als Stadtteilinitiative Bornstedt organisierte monatliche Stadtteiltreffen ist mit viel Schwung am 9. Januar ins neue Jahr gestartet: Das Haus im Park bot gerade noch genug Platz für die mehr als 25 BornstedterInnen. Es waren u.a. VertreterInnen der StadtrandELfen e.V., der Interessenvertretung Bornstedter Feld, des Campusgartens an der FH, des Freizeittreffs Ribbeckeck, Studierende der FH Potsdam und der Stadtteilkoordinator in Bornstedt anwesend, dazu Interessierte aus dem Stadtteil und schließlich auch wir von der SIB. Diskutiert wurde über den Stadtteilladen, den wir (gemeinsam mit den StadtrandELfen und mitmachen e.V.) umsetzen möchten; der Stadtteilkoordinator Christian Kube berichtete über den Stand des Projekts „Stadtteilarbeit in Bornstedt“, welches von der LHP getragen wird; Hr. Kloss stellte seine Planungen für einen Wochenmarkt auf dem Jan-Boumann-Platz vor; und schließlich wurden Termine ausgetauscht. Hier die zentralen Punkte:

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SIB macht mobil: Bürgerhaus in der Pappelallee

Am 21.12.2017 in der PNN wird unsere Aktion zum Beteiligungsverfahren erwähnt:

Bürgerhaus neben der Schule Pappelallee?

Änderungsbedarf gibt es auch für die städtischen Pläne für eine weiterführende Schule im Bereich zwischen Pappelallee, Reiherweg und Ruinenberg. Dort läuft noch bis zum morgigen Tag das Beteiligungsverfahren für einen Bebauungsplan. Die Stadtteilinitiative Bornstedt hat in den vergangenen Tagen schon mit Handzetteln und in sozialen Netzwerken mobilgemacht, damit sich Anwohner aktiv einbringen. Die Initiative fordert, dass neben der Schule möglichst ein großzügiges Nachbarschafts- und Begegnungshaus eingeplant wird. So etwas sei in Bornstedt noch nicht vorhanden. Die Schule für rund 900 Schüler wird allerdings nicht infrage gestellt, 2022 soll sie den Betrieb aufnehmen.

Quelle: http://www.pnn.de/potsdam/1243701/

Jetzt mitmachen beim Bürgerhaushalt 2018/19

Es ist wieder so weit: Bis zum 2. Juni 2017 können Vorschläge für den Bürgerhaushalt eingereicht werden, siehe dazu die Seiten der Stadt.

Informationsmaterial zum Potsdamer Bürgerhaushalt 2018/19 (Foto: F. Daenzer)
Foto: F. Daenzer;  Quelle: https://buergerbeteiligung.potsdam.de/node/8453

Da fällt uns für Bornstedt natürlich sofort die fehlende soziale Infrastruktur ein, im Stadtteil gibt es weder Nachbarschaftszentrum noch einen Treff für Jugendliche. Eine Entscheidung hierzu wird immer wieder hinausgezögert; mal mit Verweis auf die ungeklärte Situation der Biosphäre, mal mit der Begründung, dass der Bedarf von den BewohnerInnen nicht geäußert wird (wie erst kürzlich in der Antwort auf eine Anfrage der Linkspartei nachzulesen war).

Bereits im letzten Jahr gab es mehrere Vorschläge zu dem Thema, die aber trotz „Überstehen“ der 1. Runde im Rahmen des Bürgerhaushalts nicht weiter verfolgt wurden. Auch in diesem Jahr gibt bereits den Vorschlag #45 für ein Nachbarschaftshaus für Bornstedt.