Stadtteiltreffen zum Thema Verkehr am 03.09.2019

Am 03.09. fand unser regelmäßiges Stadtteiltreffen statt, diesmal mit dem Schwerpunktthema Verkehr. Auf dem letzten Stadtteiltreffen vor den Ferien, am 04.06.2019, hatten wir in großer Runde Themen zusammengetragen, die in Bornstedt unter den Nägeln brennen. Die Diskussion brachte die sechs großen Problemfelder Stadtteilhaus, Gastronomie, Verkehr, Markt, Volkspark und kulturelle Aktivitäten hervor, bei denen es sich lohnen würde, sich für unseren Stadtteil zu engagieren.

Innerhalb des Themas Verkehr wurden bereits diese Handlungsfelder benannt:
Verkehrsbehinderungen (für Autos) auflösen
– Zweckentfremdung von Parkraum durch Gewerbe
– Stau auf Potsdamer Straße
– Stau auf Nedlitzer Straße
– Parkraumordnung
– Ampelphasen optimieren
Radverkehr stärken
– Radwegenetz verbessern
– Behinderungen auflösen
– zusätzliche Verbindungen schaffen
Öffentlichen Nahverkehr stärken
– höhere Kapazität, bessere Taktung
– Park and Ride
– Preismodelle
– Busspur am Stau vorbei
– Weiterführung der Straßenbahntrasse
– Linienführung verändern (nicht alle ins Zentrum)
Belastung für Anwohner senken
– Chaos vor der Schule (Privatparkplätze anbieten? Schülertransfer optimieren?)
– Durchgangsverkehr in Anwohnerstraßen verhindern
– 30er Zonen einrichten und durchsetzen (Blitzer)
– Bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung

An diesem Dienstag stand nun an, konkrete Schritte zu initiieren. Im Verlauf des Stadtteiltreffens bildeten sich 2 Arbeitsgruppen, von denen sich die eine das Thema „ÖPNV in und für Bornstedt“ und die andere die „Belästigung durch Verkehr in Bornstedt“ vorgenommen haben. Beide Arbeitsgruppen diskutierten ihre Themen bis ins Detail und arbeiteten konkrete weitere Schritte heraus, die demnächst von einzelnen Mitgliedern der Gruppe vorangetrieben werden:

ÖPNV in und für Bornstedt:
-Quartier-Shuttle-Bus: Die Anbindung der Bewohner an die Straßenbahn und Buslinien ist so schlecht, dass viele aus diesem Grund das Auto anstelle des ÖPNV nutzen. Dem soll mit einem Shuttle Bus begegnet werden, der innerhalb Bornstedts beiderseits der Potsdamer Straße durch die Wohngebiete fährt und die Anwohner zum Umsteigepunkt Kirschallee bringt. Hier reicht ein Kleinbus, der auch besser in die Straßenverhältnisse der Wohngebiete passt. Das Anliegen wird über den Kundenbeirat an den VIP herangetragen und verfolgt.
– Bike and Ride: An den drei Umsteigepunkten Viereckremiese, Campus FH und Kirschallee sollten großzügige, überdachte und sichere Fahrradstellplätze geschaffen werden, damit Anwohner den Weg von der Haustür bis zur Straßenbahn mit dem Fahrrad zurücklegen können. Das Anliegen wird ebenfalls über den Kundenbeirat an den VIP herangetragen und verfolgt.
– Parkdurchgang: Für viele Anwohner ist der Fußweg zur Straßenbahnhaltestelle nach Sonnenuntergang gesperrt, da er durch den Volkspark führt. Daher nutzen sie das Auto anstelle des ÖPNV, wenn sie nicht wissen, zu welcher Zeit sie Abends wieder zurück kommen werden. Der Parkdurchgang sollte daher ganztägig möglich sein. Hierzu ist eine Anwohnerumfrage in den betroffenen Wohngebieten geplant, mit deren Ergebnis dann an die Stadtverordneten herangetreten werden soll.

Belästigung durch Verkehr in Bornstedt:
– Schwerlast-Transitverkehr: Anwohner beobachten, dass vor allem Nachts und am Wochenende, aber auch zur Hauptverkehrszeit schwere LKW durch Bornstedt rollen, die im weiteren Verlauf in Potsdam Nord auf die Autobahn fahren. Der Verdacht besteht, dass aus Richtung Berlin kommend auf dieser Route das einerseits das Wochenend- und Nachtfahrverbot und andererseits der Stau auf dem Autobahnkreuz umgangen werden. Es wird ein LKW-Verbot für Nacht und Wochenende, vielleicht sogar ein generelles Durchfahrtverbot für Schwerlastverkehr gefordert. Als nächste Schritte sind eine Anwohnerbefragung geplant, um die Forderungen zu untermauern.
– Unnötiger Stau auf der Potsdamer Straße: Auf der Potsdamer Straße befinden sich innerhalb 500m vier Ampelanlagen: Einmündung Pappellallee, Fußgängerampel bei m Bornstedt Carree, Fußgängerampel bei Aldi, Kreuzung Amundsenstraße. Diese Amplen sind nicht aufeinander abgestimmt. es kommt vor, dass die beiden Fußgängerampeln den Verkehr abwechselnd unterbrechen. Eine „grüne Welle“ für eine Fahrgeschwindigkeit von 45 bis 50 km/h würde den Verkehr deutlich besser abfließen lassen. Als nächster Schritt ist eine „kleine Anfrage“ an die Stadtverwaltung geplant.
– Überhöhte Geschwindigkeit auf Anwohnerstraßen: Auf vielen Wohnstraßen in Bornstedt wird mit nicht angepasster Geschwindigkeit gefahren. Die baulichen Maßnahmen, wie Schwellen oder Einengungen, erzielen nicht die gewünschte Wirkung. Häufig sind die „Übeltäter“ weiter hinten wohnende „Nachbarn“, die auf ihrem Weg bereits einige hundert Meter zurück gelegt haben. Leider wurde für dieses Problem noch kein konkreter Ansatz gefunden. Vielleicht melden sich ja Bornstedter mit Ideen, wie man hier vorgehen könnte.

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